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Christian Almer, AUT, #102

Austria eXtreme Triathlon oder Steiermark-Sightseeing mal anders

 Am Samstag, den 25. Juni 2016 fand die zweite Auflage des Austria eXtreme Triathlons statt. Als “glücklicher Gewinner“ wurde mir ein Startplatz für dieses einzigartige Event zugelost und ich durfte damit als einer von 125 ausgewählten Startern aus 25 Nationen diese Herausforderung antreten.

Dass diese Veranstaltung sicherlich zu einer der härtesten weltweit zählt, kann ich nun nur bestätigen. Denn mit Startschuss um 04:30 wartete die Mur als erste Prüfung, wobei es 3,8km bei frischen 14°C Wassertemperatur und nicht zu verachtender Strömung zu schwimmen galt (Anm.: Aufgrund der doch sehr starken Strömung wegen der Regenfälle in den Tagen davor, entschied sich der Veranstalter die erste Boje weiter Richtung Schwimmstart zu setzen und so waren es 3,6km). Etwa die Hälfte der Schwimmstrecke musste dabei flussaufwärts bewältigt werden. Nach etwas mehr als 54min stieg ich etwa an 12. Position aus dem Wasser.

Danach ging es auf die 186km lange Radstrecke gespickt mit 3.800hm von Graz über vier Berge (Gaberl-Schönberg-Kammersberg-Sölkpass) in Richtung Sölksperre, wo auf den abschließenden Berglauf gewechselt wurde. Das Höhenprofil am Rad war hierbei nicht der einzige Härtetest, denn die ungewohnt heißen Temperaturen um die 30°C machten speziell die Bergauffahrten unerträglich.

Nach einem Radsplit von 07:12h konnte ich von der 11. Position aus in meine Lieblingsdisziplin, das Laufen, starten. Es warteten selektive 44km mit 1.900hm ehe das Ziel am Dachstein erreicht war. Diese wurden aber zur physischen und psychischen Herausforderung, da ich bereits nach den ersten Kilometern aufgrund der Hitze an einem kritischen Punkt angelangt war. Energetisch am Sand kämpfte ich mich durch die Strubschlucht in die nächste Ortschaft, wo meine Betreuer auf mich warteten. Ich entschied mich eine 15-minütige Pause im Schatten einzulegen, um mich zu kühlen und ordentlich zu verpflegen bevor es durch die brütende Hitze zur Silberkarklamm weiter ging. Die Pause erwies sich als taktisch kluge Entscheidung. Einigermaßen stabilisiert und mit dem Ziel im Hinterkopf konnte ich in weiterer Folge zu dem ein oder anderen Athleten aufschließen und so hantelte ich mich Position um Position nach vorne. Von der Aufholjagd motiviert, mobilisierte ich nochmals die letzten Kraftreserven, bevor es dann von der Silberkarklamm (km 27) die letzten 17km gemeinsam mit meinem Betreuer in Richtung Südwandhütte und zum Ziel bei der Dachstein Seilbahn ging. Letztendlich arbeitete ich mich noch auf den 4. Platz nach vorne und kam in einer Zeit von 13:43h ins Ziel.

Ein großes Lob ist an das Team und deren Organisation der Veranstaltung auszusprechen, die familiärer und herzlicher nicht sein kann. Vom sportlichen Gedanken, Teamgeist und von Fairness geprägt, könnten sich hier einige Bewerbe eine große Scheibe abschneiden.

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© Austria eXtreme Triathlon
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